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„Auf der Insel regnet´s das ganze Jahr“ – Echt?

„Ihr wandert nach Irland aus? Also für ´nen Urlaub okay, aber für immer? Ne danke, da regnet´s doch nur“

„Irland? Wow, ich liebe diese Insel, war schon mal für zwei Wochen dort. Aber ich hab gehört es regnet ständig“

„Ihr kommt nicht mehr zu uns in die Autowerkstatt weil ihr nach Irland auswandert? Unsere Freunde sind da ganz schnell wieder abgehauen. Die hatten die Schnauze sowas von voll. Da regnet´s den ganzen Tag.  Also trockene Kälte mit Schnee ist ok

ay, aber Dauerregen ist echt kacke. Ich würde mir das an eurer Stelle nochmal überlegen!“

„Alter, nach Irland kriegen mich keine zehn Pferde. Da hat´s nur scheiß Wetter. Viel Spaß euch dann“

„WAS? Ihr geht nach Irland? Boa, ich beneide euch! Ich liebe diese Insel. Ich war mal dort und alles war grün. Heißt ja auch „Die grüne Insel“. Wenn ich könnte, würde ich sofort mitkommen. Kann ich euch mal besuchen?“

„Irland ist mein Traumziel. Steht schon ewig auf meiner Liste. Ich würde sofort dorthin auswandern. Die Landschaft ist wunderschön und die Menschen sind tierisch nett“

„Geil, ihr wohnt dann bald in Irland! Also macht euch schon mal auf regelmäßigen Besuch gefasst. Habt ihr auch ein Gästezimmer für mich? Ich komm mindestens alle zwei- drei Monate vorbei.“

„Schick unbedingt Bilder und schreib wieder Berichte, ja? Ich liebe diese Insel!“

Schneekuppe in Irland

Hat eigentlich irgendwer jemals behauptet, dass diese ganze Auswanderungsgeschichte unkommentiert bleibt?

Als wir die Entscheidung nach Irland auszuwandern trafen, hätten die Reaktionen unserer Mitmenschen nicht unterschiedlicher sein können. Zwischen Bewunderung und tiefer Abneigung war alles dabei.
Manchmal wäre ich fast in die Rechtfertigung gerutscht, konnte mich jedoch immer wieder daran erinnern, dass unsere Entscheidung unsere Entscheidung ist.

Und dann passierte im Laufe der letzten fast sechs Monate, die wir schon hier sind folgendes:

Unsere Familien und Freunde mit fetten Vorurteilen durften sich durch meine Bilder, Aussagen und Videos davon überzeugen lassen, dass ich dieser wunderschönen Insel zurecht einen neuen Namen gegeben habe: Die Regenbogeninsel!

Nie zuvor habe ich so viele wunderschöne, in prächtigen Farben glänzende Regenbögen gesehen wie hier. Nie zuvor haben kurze Nieselregen und die lachende Sonne mir dieses Naturspektakel näher gebracht als in Irland.

Nein, hier regnet´s nicht fortlaufend und um ein Leben ausschließlich drinnen muss man sich auch nicht fürchten.

Der Herbst und der andauernde Winter haben uns gezeigt, dass die Temperaturen sehr angenehm sind und es deshalb jederzeit möglich ist spazieren zu gehen, ohne dass einem die Zehenspitzen abfrieren.

Sie haben uns gezeigt, dass die Sonne sehr wohl weiß wo diese Insel liegt und gerne für länger vorbei kommt und uns einen Besuch abstattet. Und sie haben uns gezeigt, dass das saftige Gras der Wiesen, die weitverbreiteten Brombeersträucher und die hügelige Landschaft nicht halb so farbintensiv wären, würde es die kleinen und großen Schauer nicht geben.

Kein Licht ohne Schatten- keine Farbpracht ohne Regen (bögen)!

 

Dass ich Anfang Januar im Pullover auf der Südseite des Hauses mit meinem Koawach sitze, die Augen schließe weil mich die Sonne blendet und den Kindern beim Spielen auf der Terrasse zuhöre, das hat im Sommer niemand geglaubt.

Ich liebe die Vielfalt des Wetters genauso wie die der Natur.

Die steilsten Klippen Europas, lange Wanderwege, historische Gebäude und nicht zu vergessen die kleinen und großen Höhlen der Feen und Elfen, machen diese Insel zu einem sehr besonderen Ort.

Wenn ich am Beacon (eine Steilklippe im Süden Irlands) stehe und viele Meter hinuntersehen kann, wenn ich die Weite des Ozeans bestaunen und die durchgewirbelte Seeluft einatmen darf, dann fühle ich mich geerdet. Dann bin ich ganz im Hier & Jetzt!

Nie zuvor konnte ich den Blick so weit schweifen lassen wir hier und nie zuvor hatte ich das Gefühl, die satte Natur umhüllt mich und wiegt mich im sanften Wind des Atlantiks.

Wenn ich etwas zu Irlands Wetter sagen kann, dann: Kommt her und bleibt. Für Monate. Überzeugt euch selbst von Sonne, Regen, heftigsten Stürmen, grasenden Kühen, reißenden Flüssen, verschlafenen Ruinen und dem kraftvollen Atlantik bevor ihr urteilt!

Und um die oft gestellte Frage nach voranschreitender depressiver Verstimmung zu klären: Bisher habe ich davon nicht mehr oder weniger bemerkt als im grauen Deutschland 😊

Ich für meinen Teil kann sagen: Mein Herz tanzt jedes Mal, wenn ich neue Pfade gehe und meine Augen für die Schönheit des Wesentlichen zu öffnen vermag ❤️

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