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Warum ich mein Glück nicht fassen kann!

Das Schillern des See´s zieht meinen Blick magisch an. Kaum zu glauben, dass die wunderbare Sonne es schafft, so weit zu scheinen und mein Herz mit ihrer Leuchtkraft zu beglücken.

Ich lege meine Arme um Peters Schultern, der mit seiner obligatorischen Tasse Kaffee in der Hand, auf dem türkisfarbenen Klappstuhl sitzt und schweigend die Stille genießt.

Unsere Wangen berühren sich, ich spüre die weiche Haut meines Mannes und schließe mich ohne Worte seiner Meditation an.

Lange, tiefe Atemzüge tragen dazu bei, den Moment für immer festzuhalten, als mir unwillkürlich ein paar kleine Tränen die Wange herunterrollen.

„Ist es nicht krass, was wir uns hier erschaffen haben?“ flüstere ich leise in sein Ohr und lächle. Unsere Blicke treffen sich und seine hellbraunen Augen verrieten mir seine Antwort bereits als er spricht: „O ja! Aber sowas von!“

„Ich kann´s manchmal wirklich nicht fassen, sage ich weiter, dass wir vor fünfeinhalb Jahren ohne Perspektive gestartet sind und nun ein Leben führen, in dem wir uns bereits sooooo viele Träume erfüllen konnten. Ich meine, das waren WIR. Das hat niemand anderes für uns gemacht!“

Wir küssen uns.

Einer dieser perfekten Momente in meinem Leben und lange nicht der einzige!

 

Und während mein Herz Millionen von Glückshormonen produziert, schaue ich wieder auf den See und drücke Peter enger an mich heran.

Was mich umgibt kommt so verdammt nah an das, was ich mir für mein Leben auch in Zukunft wünsche.

Be yourself, no matter what they say! Ohne dieses Mantra wären wir niemals hier gelandet. NIEMALS!

 

Wir hätten all die schlaflosen Nächte, meine Tränen der Verzweiflung und das Wieder-aufstehen nicht in Kauf genommen, hätten wir uns damals von den Meinungen Anderer leiten lassen.

Und was soll ich sagen?

Ein Mini Einblick in unsere Zusammenkünfte…

Wir leben hier die „kleine“ Form von Nachbarschaft auf einem portugiesischen Campingplatz. Umgeben von großen Korkeichen und einer artenreichen Tierwelt wache ich jeden Morgen auf und sehe statt dem gegenüberliegenden Mehrfamilienhaus nichts als den Himmel.

Die Sonne küsst mich zu gegebener Zeit wach und der Einstieg in jeden neuen Tag gelingt auch mir als Morgenmuffel spielerisch leicht, sobald ich die Tür des Wohnwagens öffne und die Sitzgruppe sehe, an der ich frühstücken werde.

Beinah täglich laden wir fünf Familien uns gegenseitig zum Kaffeetrinken ein und genießen den Mix aus sinnhaften und witzigen Gesprächen mit Tiefgang.

No smalltalk please, muss ich hier niemandem sagen!

Spüre ich, es ist genug, so scheint diese Grenze hier auch jeder wahrzunehmen, ohne dass ich mich explizit äußern muss.

Familienzeit gestalten wir jederzeit nach unseren eigenen Bedürfnissen und alleine sein ist dank der Distanz zwischen unseren mobilen Häusern leicht möglich.

Und obwohl die Tage durchaus kühler sein können und Regen ein Bestandteil unseres Lebens sind, finden die Kinder täglich zueinander und jagen gemeinsam über den großen Campingplatz, der so gut wie leer ist.

Stille, Raum, Inspiration erhalten wir an diesem Ort!

Alles in allem kann ich mich gerade nicht glücklicher schätzen, genau diese Menschen in meinem Leben zu haben: Menschen, die Grenzen sprengen, über den Tellerrand hinaus erforschen, Tiefe zulassen, das Leben nicht zu ernst nehmen und für Freude statt Zwang stehen!

Du, der/ die du gerade mein*e Nachbar*in bist- DANKE für unsere Begegnung!

Danke für deine Einzigartigkeit, für die gemeinsamen Lachanfälle, das offene Sprechen über Unangenehmes, den Koawach ohne Schaum, die endlosen Einkaufsfahrten wie es sich für Ökos gehört, für dein Lächeln, deine Art zu Sein und dafür, dass DU gerade mein Leben bereicherst!

DANKE auch an Miss Universe- wir verstehen uns 😉

Du bist meine beste Zuhörerin, meine Traumerfüllerin, meine Leaderin, meine treue Begleiterin, mein Fels in der Brandung (neben Peter), manchmal auch mein verdammter Arschengel und immer FÜR mich und meine Verrücktheit, für meine beknackten Ideen, meine spontanen Impulse, für mein lebendiges Temperament, für meinen ausgefallenen Humor und… ach einfach FÜR MEINEN WEG!

Denn: Wenn wir beginnen, den Weg zu genießen und das Ziel im Fokus zu halten, dann werden Wunder geschehen!

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